Wie lange hält Parkett wirklich?
Die kurze Antwort: länger als fast alles andere in Ihrer Wohnung. Die genaue Antwort hängt von Aufbau, Pflege und Sanierungen ab.
In Wiener Gründerzeithäusern liegen Stabböden, die 100 Jahre und älter sind – regelmäßig geschliffen und weiterhin im Dienst. Das Prinzip dahinter: Parkett altert nicht einfach, es wird erneuert. Jeder Schliff setzt die Uhr zurück.
Daraus ergibt sich die Faustformel: Lebensdauer = Nutzschicht ÷ Abtrag pro Schliff × Sanierungsintervall. Massivparkett mit 4–6 möglichen Schliffen und 10–15 Jahren zwischen den Sanierungen kommt so rechnerisch auf 60–90+ Jahre; Fertigparkett mit 1–3 Schliffen auf 25–50 Jahre.
Was die Lebensdauer verkürzt – und verlängert
- Verkürzt: Sand und Splitt (Schleifpapier-Effekt), stehende Nässe, falsche Pflegemittel, extremes Raumklima
- Verlängert: Schmutzfangzonen, Filzgleiter, richtige Pflege, stabile 40–60 % Luftfeuchte
- Verlängert massiv: rechtzeitiges Sanieren, bevor Schäden ins Holz gehen
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